Von der Montgolfière bis zur Kinderdorfballonpost

 

Segensreiche Luftfahrten

 

Ballonpost - Zeppelinpost - Flugpost

Hubschrauberpost - Luftschiffpost - Raketenpost

 

Die nachfolgende Ausarbeitung ist insbesondere der österreichischen Kinderdorfvereinigung Pro Juventute in Salzburg gewidmet, die über Jahrzehnte Hinweg mit Hilfe ihrer Ballonposten verwaisten Kindern geholfen hat. Dem Philatelisten wurden mit dem sogenannten Gönnerbeitrag schöne, ansehnliche und zum Teil gehaltvolle Belege überlassen. Es macht immer wieder Freude, diese Stücke anzuschauen.

 

 

 

Hauptsächlich ist es Joseph de Montgolfier´s Verdienst (1740-1810), den ersten öffentlichen Aufstieg eines Ballons am 5. Juni 1783 in Annonay/Südfrankreich durchgeführt zu haben. Mittels Strohfeuer erzeugte er Heißluft, die in das Balloninnere eindrang und den Aufstieg veranlaßte. Heißluftballons sind nach ihm benannt.

 

Dem Gelehrten Jacques - Alexandre Charles (1746-1823) gebührt die Ehre, den Wasserstoffgasballon erfunden zu haben. Er konstruierte eine Hülle aus Taft, die mit Gummifirnis imprägniert und unten mit einem Hahn verschließbar war. Auf dem Pariser "Champs de Mars" stieg der Ballon in Anwesenheit einer großen Menschenmenge am 27. August 1783 um fünf Uhr Nachmittags auf. Die Ballonart nennt man Charlière.

 

Beide haben sich mit Verbesserungen bis heute erhalten. Die ersten Aufstiege erfolgte ohne Mitnahme von Lebewesen. Später wurden Tiere (ein Hammel, ein Hahn, eine Ente)  und dann auch Menschen mitgenommen. Diese erste Aufstieg mit Menschen wurde am 21.1.1783 durchgeführt. Das Landungsprotokoll unterschrieb der amerikanische Staatsmann Benjamin Franklin im Schloß La Muette.

Ein Markstein in der Ballongeschichte wurde die Belagerung Paris durch Preußen 1870/71. Insgesamt 55 Ballons brachten auf dem Luftweg rund 10.000 Kilo Post, z.B. Briefe á 3 Gramm, Depeschen, Zeitungen, aus Paris heraus. Der Ballon "La ville d´Orléans" z.B. schaffte es mit ca. 250 kg Post bis nach Kongsberg nahe Oslo über eine Strecke von 1460 km ab Paris. Ungefähr zur gleichen Zeit startete die Ballonpost Metz mit allerdings kleineren und unbemannten Ballons.

 

Auch in anderen Ländern wurden Ballonfahrten populär. Österreich war dabei fortschrittlich. Ein interessantes Kapitel dabei ist die Ballonpost von 1915 aus der von den Russen belagerten Festung Przemysl. 10 Papierballons beförderten die Post aus der Festung. Auch in Deutschland und den USA gab es Ballonaufstiege.

 

Dem historischen Hintergrund folgend ist es dem Schweizer Fred Dolder zu verdanken, Ballonpost einer karitativem Sache dienstbar gemacht zu haben. Das Flugzeug löste zwar den Ballon ab; die Romantiker der Luft sammelten sich aber und belebten diesen Sport erneut. Daraus entwickelte sich eine der schönsten Ballonposten der Welt zugunsten der Österreichischen Kinderdorfvereinigung Pro Juventute. Sie wurde gefördert von der österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung, die im Gegensatz zu anderen Ländern die Posten genehmigte. Eingebunden werden zur Abrundung der Ballongeschichte auch Ballonposten anderer Veranstalter oder Organisatoren in der zweiten Abteilung.

 

 

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Dem interessierten Besucher wünsche ich Freude und Erbauung beim Betrachten der Ausarbeitung.

 Vielleicht entspringt daraus auch mal der Gedanke, Wohlfahrt zu unterstützen.